Umgestaltung Bahnhofsvorplatz
 
   
   
 

Bahnhofsvorplatzumgestaltung in Geilenkirchen:

 

Im Herbst 2007 haben die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses vom Planungsbüro Meyer-Brandis Vorschläge zur Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes erhalten und darüber beraten. Die Mitglieder waren mit den Planentwürfen nicht einverstanden gewesen und hatten das Planungsbüro beauftragt, neue Planentwürfe zu entwickeln. Dabei sollte eine sichtbare Achsenverbindung zur Gerbergasse und damit zur Innenstadt erfolgen. Weiterhin sollten die Kastanienbäume entlang der Bahngleise vor dem heutigen Postbereich erhalten bleiben. Die Aufenthaltsqualität sollte durch mehr Platz für Außengastronomie gesteigert werden.

 

Am 17. Januar hat der Stadtentwicklungsausschuss erneut getagt, um über die Bahnhofsvorplatzumgestaltung zu beraten. Das Planungsbüro Meyer-Brandis hat zwei neue Planvarianten für diese Sitzung erarbeitet.

 

Die erste Variante sieht eine Begünstigung des fahrenden Verkehrs vor. So soll die alte Poststraße wieder in beiden Fahrrichtungen für den fließenden Verkehr geöffnet werden. Auch der heutige Parkplatz vor der Bushaltestelle soll in Zukunft über die alte Poststraße befahren und verlassen werden können. Für den Busbahnhof gibt es eine separate Zu- und Abfahrt, die mit der heutigen Zu- und Abfahrt identisch ist. Die alten Stadtbild prägenden Kastanienbäume entlang der Bahnschienen im Umfeld der heutigen Post sollen zugunsten eines größeren Parkangebotes weichen. Dadurch entfällt der Sichtschutz zu den Bahngleisen und den gegenüberliegenden Gewerbehallen. Die FDP-Fraktion hat diese Variante für nicht diskutabel gehalten, da diese Variante den geforderten Nachbesserungen in keiner Weise entspricht. Darüber hinaus wird es zu Verkehrsproblemen in der Innenstadt kommen, wenn der abfließende Verkehr aus der alten Poststraße nur rechts in Richtung evangelische Kirche abbiegen kann. Verstärkte Verkehrsbelastungen und mögliche Rückstaus in der Innenstadt wären die Folge.

 

Die zweite Planvariante entspricht mehr den liberalen Anforderungen an einer Bahnhofsvorplatzumgestaltung. Diese Variante ist von einer Begünstigung des Fußverkehrs geprägt. Die alte Poststraße wird komplett zur Fußgängerzone umgestaltet. Dadurch entsteht eine sichtbare Achse zur Innenstadt bzw. Gerbergasse. Darüber hinaus wird die Aufenthaltsqualität gesteigert, da Außengastronomie möglich wird. Durch eine Beibehaltung der heutigen Parkplatzanzahl vor der heutigen Post können die Kastanienbäume erhalten bleiben. Eine Erhöhung des Parkraumangebotes ist nicht notwendig, da gegenüber vom Bahnhof seit wenigen Jahren ein großes Parkhaus ausreichend Parkplätze anbietet. Ein Sichtschutz zu den Bahngleisen und auch zu den gegenübergelegenen Gewerbehallen ist durch die fortbestehende Existenz der Kastanienbäume vorhanden. Darüber hinaus haben die Kastanienbäume auch positive Auswirkungen auf das Mikroklima im Bereich der heutigen Post. Diese Variante zwei sieht vor dem Bahnhof allerdings, wie heute eine Fahrbahnverbindung zur heutigen Post vor. Die Fahrbahn läuft versetzt zur heutigen Fahrbahn, dadurch wird der unmittelbare Bereich vor dem Bahnhof für Fußgänger vergrößert. Außengastronomie vor dem Bahnhof wäre möglich. Das Planungsbüro Meyer-Brandis hat durch Verkehrszählungen ermittelt, dass täglich nur 80 Fahrzeuge in Richtung Post fahren. Da bisher keine bekannten Verkehrsunfälle vor dem heutigen Bahnhofsgebäude geschehen sind und die Fahrzeugbewegungen sich in überschaubaren Grenzen halten, sind wir Liberale der Ansicht, dass die zweite Variante eine viel größere Chance auf eine Attraktivitätssteigerung des Bahnhofsvorplatzes bietet. Um mögliche Verkehrsunfälle zu minimieren sollte daher eine 30er Zone vor dem Bahnhof gelten. Der Kreisverkehr würde nicht nur von an- und wegfahrenden Bussen und Fahrrädern, sondern auch vom Pkw-Verkehr genutzt werden. Dadurch könnte der gesamte fließende Verkehr in alle Richtungen, also rechts in die Innenstadt, aber auch nach links aus der Innenstadt heraus fahren.

 

Die Baukosten für beide Varianten sind etwa gleich hoch. Wir bedauern es sehr, dass die CDU-Fraktion gemeinsam mit der SPD-Fraktion und der freien Bürgerliste sich für die Variante eins entschieden haben. Diese Entscheidung wird die gewünschten Entwicklung zu einem attraktiven Entree mit Magnetfunktion für unsere städtischen Bürger und für Gäste nicht erzielen. 

Bahnhofsvorplatz Variante 1, so beschlossen (und am 11.6.2008 wieder verworfen)

In dem hier zur Verfügung stehenden Plan der Alternative 2 sind die Parkplätze wie in Alternative 1 gezeichnet, danach müssten die Bäume weg. Jedoch können in der Alternative 2 auch die Taxistände und Halteplätze für Abholer vor dem Bahnhof angeodnet werden, die Parkplätze könnten von der Lage bleiben wie sie sind und die Bäume können erhalten werden.

Bahnhofsvorplatz Variante 2, Alternative